Gedenktafeln in Berlin
Die Initiierung, Pflege, Dokumentation und Erneuerung von Gedenktafeln in Berlin sind seit jeher ein Beschäftigungsfeld für das Aktive Museum. Insbesondere in der ersten Hälfte der 1990er-Jahre erwarb sich der Verein den Beinamen „Gedenktafel-Guerilla“ aufgrund des vielfältigen Engagements für verlorene oder zerstörte Gedenktafeln und die Bemühungen zur Kontextualisierung dieser dezentralen Form der Erinnerung.
Zum 25-jährigen Vereinsjubiläum hat das Aktive Museum ein eigenes Gedenktafelprogramm aufgelegt, mit bislang zwölf Tafeln für Hellmut von Gerlach (2008), das Depot der „Aktion Entartete Kunst“ (2011), das Kinderheim AHAWAH (2012), Wolfgang Szepansky (2012), Otto Schieritz (2013), Kurt und Fritz Machler (2017), das „Haus Wien“ (2018), den Ort der Herstellung der „Judensterne“ (2018), Fritz Riedel (2019), Gerhard Klein (2019), die Galerie Goldschmidt-Wallerstein (2023) und Ossip Klarwein (2025).
Auf der vom Aktiven Museum in Kooperation mit Holger Hübner und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand entwickelten Website www.gedenktafeln-in-berlin.de, die am 21. Januar 2013 freigeschaltet und 2021 überarbeitet wurde, finden sich Informationen zu über 3.800 Gedenktafeln an historischen Orten in Berlin. Viele davon sind der Erinnerung an jene Menschen gewidmet, die sich der nationalsozialistischen Diktatur widersetzt haben oder Opfer von politischer oder rassistischer Verfolgung geworden sind. Nicht wenige sind auf Initiative von oder mit Unterstützung des Aktiven Museums entstanden.
Zum Sommerfest der Berliner Landeszentrale für Politische Bildung im Jahr 2026 entstand ein Rätselrundgang zu Gedenktafeln rund ums Friedrichshainer Ostkreuz. Den Rundgang in Form einer Schnitzeljagd gibt es hier zum Download.