Geraubte Mitte.
Die "Arisierung" des jüdischen Grundeigentums im Berliner Stadtkern 1933-1945

Was heißt "Arisierung"

Arisierung bedeutet im Wortgebrauch der NS-Zeit, dass ehemaliges christliches Eigentum, das sich vor 1933 angeblich widerrechtlich im jüdischen Eigentum befunden hätte, zurückgeführt wird in die Verfügungsgewalt der arischen Bevölkerungsmehrheit.
In dieser Datenbank werden Begriffe wie Arisierung, Judenhäuser und Entjudung im Kontext der Zeit – also in der menschenverachtenden Sprache des Nationalsozialismus – verwendet und dies durch Kursivschreibung kenntlich gemacht.
Die Arisierung jüdischen Vermögens unter der nationalsozialistischen Herrschaft stellt den größten Vermögensraub der deutschen Geschichte dar. Er war verbunden mit Verfolgung, Vertreibung und Ermordung nahezu der gesamten jüdischen Bevölkerung.

Die nichtjüdische Mehrheit sah der Verfolgung und Vertreibung der jüdischen Minderheit nahezu tatenlos zu – wenig spielte sich im Verborgenen ab. Die Diskriminierung und Eliminierung der Juden war erklärtes politisches Ziel, dessen Durchsetzung öffentlich als Erfolg gefeiert wurde.

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