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Der Berliner Stadtkern zwischen Schloß- und Alexanderplatz ist der älteste Teil der Stadt. Seine baulichen Zeugnisse sind jedoch durch Krieg und Nachkriegszeit nahezu vollständig beseitigt worden. Noch weniger Spuren erinnern an die Berliner jüdischen Glaubens, die seit dem Hochmittelalter zur Berliner Gesellschaft gehörten. Die Kriegszerstörungen und ein geschichtsvergessener Wiederaufbau nach 1945 tilgten auch die letzten noch vorhandenen baulichen Zeugnisse jüdischen Lebens im Stadtkern. Dass von den 1.200 im Jahr 1933 hier vorhandenen Gebäuden mindestens 225 in jüdischem Eigentum standen, ist kaum bekannt. Bei Kriegsende waren diese Häuser und Grundstücke sämtlich arisiert.
Benutzungshinweise:
In der Datenbank können Informationen zu den genannten 225 Grundstücken abgerufen werden. Diese Informationen wurden über viele Jahre in ehrenamtlicher Tätigkeit in zahlreichen Ämtern und Archiven Berlin-Brandenburgs zusammen getragen und bilden den aktuellen Stand der Forschung ab. Da in ca. 40 Zweifelsfällen auf eine Aufnahme in die Datenbank verzichtet wurde, wird sich die Zahl der betroffenen Grundstücke noch weiter erhöhen. Für Hinweise sind die beteiligten Wissenschaftler deswegen stets dankbar. Die Datenbank enthält 225 Fotos – allerdings zu manchen Gebäuden mehrere und zu ca. zwei Dutzend Gebäuden leider kein einziges.